Radwerk III


Gebläsehaus


Eingang ins Gebläsehaus

F. C. Weidmann beschrieb die ältere, von der Maschinenbauanstalt Ruffer in Breslau gelieferte Dampfmaschine 1854 wie folgt: "Die (stehende) Dampfmaschine, zu 24 Pferdekräften, wird indessen nur bei niederm Wasserstande in Tätigkeit gesetzt, arbeitet aber mit dem Wasser zugleich, wenn das Werk zu größeren Leistungen erhöhter Anstrengung bedarf ... Der Dampfkessel (mit einem Siederohr), sowie der Apparat der Lufterhitzung stehen auf der Hüttensohle, und zur Beheizung derselben werden Gase von der Gicht in starken, blechernen Röhren auf den Boden herabgeführt, sodaß, wenn die Öfen einmal in Hitze sind, kein weiterer Brennstoff mehr nöthig ist."

Der Ausbau der Gebläseanlage (stehende Dampfmaschine, Wasserrad und zwei Gebläsezylinder) erfolgte 1873 durch die "Grazer Waggon-, Maschinenbau- und Stahlwerks-Gesellschaft"; dabei wurden eine grössere, liegende Dampfmaschine und ein dritter Gebläsezylinder installiert sowie das Wasserrad entfernt. Seither blieb die Anlage - soweit heute feststellbar - ohne nennenswerte Veränderungen und vermittelt deshalb einen Eindruck von der älteren Hüttenmaschinentechnik.

Im Jahre 1873 installierte Dampfmaschine des teilweise älteren Hochofengebläses beim Radwerk III.

Im Jahre 1873 installierte Dampfmaschine des teilweise älteren Hochofengebläses beim Radwerk III.

Dampfmaschine des Gebläses beim Radwerk III: hinten: liegender Zylinder, rechts: Doppelschiebersteuerung.

 

 

Bild rechts: Teil des Gebläses beim Radwerk III: Kupplung (links vorne), Ritzel (rechts) und Stirnrad (hinten). Teil des Gebläses beim Radwerk III: Kupplung (links vorne), Ritzel (rechts) und Stirnrad (hinten).

Die Gebläseanlage lässt sich mit einem Elektromotor zu Demonstrationszwecken in Bewegung setzen. Der Einbau dieses Antriebes erfolgte nach gründlicher Überholung aller Lager, Gelenke usw. nachdem die Maschine über sechs Jahrzehnte stillgestanden war.


Ofenstock


Ofenstock des Radwerk III

 

Schmelzversuch im Jahr 2002